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Lutz Götzmann, geb. 1963, studierte Medizin und spezialisierte sich in Psychoanalyse / Psychosomatik. Sein Œuvre umfasst wissenschaftliche Studien aus der Psychosomatik, psychoanalytische Arbeiten, Theaterstücke und Lyrik.
Belletristische Veröffentlichungen 2011:
"Krähenzeit vergeht im Fluge" und "Queens" (Lyrik), beide im Wiesenburg Verlag (Link)
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SPÄT NACHTS
trank ich meinen
letzten Pot Kaffee.
P. schlief auf der
Couch in einem Nest
aus
Tüchern und Teddies,
ich - auf Zehenspitzen.
Na, bald
kehrt und weht der
nächste Tag wie leichte, lichte
Asche
heim -
(ironisch, müde, mürbe):
Hallo, hallo…
BEDAUERE,
sagte der Engel, Sire,
daß ich nun weiterfliege.
Schon gut, sagte ich, ich
blieb noch eine Weile
und fühlte die Energie.
UND DIE REICHE, DURCHAUS GEDIEGENE,
mit Spray gebändigte Löwensphäre...
die
mit einem ungleich aufgetragenen
Puder gebändigte Hautkrankheit
ACH,
der Herrgott hat das
Stirb und Werde fest
im Griff.
Aber ich frage mich:
Wieso gibt es kein Organ,
das uns süß und friedfertig
macht? Keine Orgel,
nicht mal die Orangen
machen uns
friedfertig.
Was ist nur los?
Was ist nur los?
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